"NÖ-Gutschein" nach Kindergeld

6. September 2002, 14:16
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Vorschlag der nieder- österreichischen FPÖ soll Müttern "Wahlfreiheit" garantieren

St. Pölten - "Nicht arbeitsmarktgerechte Betreuungsplätze" und die mangelnde Anerkennung jener Frauen, die einen Großteil ihrer Lebensarbeit ihren Kindern gewidmet haben und somit auf eine eigene Pension verzichten müssen, sind nach Auffassung von Barbara Rosenkranz, freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, zwei wesentliche Ursachen für die geringen Kinderzahlen der letzten Jahrzehnte. Die FP-Politikerin schlägt daher seit langem einen "Kindergutschein" vor, der "völlig kostenneutral" finanziert werden könnte.

Wahlfreiheit für Frauen

Beim Vorschlag eines "NÖ Gutscheines" in Fortsetzung des Kindergeldes (für Drei- bis Sechsjährige, Anm.) geht es nach den Worten der FP-Klubchefin vor allem darum, den Eltern die Wahl der jeweiligen Betreuungsform bzw. -einrichtung, wie etwa Landeskindergärten, Privatkindergärten, Betriebskindergärten, Tagesmüttern oder von Eltern geleiteten Kindergruppen zu überlassen, "weil sie sich dann die Betreuungseinrichtung aussuchen können, deren Öffnungszeiten ihren Ansprüchen und Erfordernissen am geeignetsten erscheinen.

Der "NÖ Gutschein" mit einem Wert von etwa 436 Euro monatlich könnte auf der einen Seite die Kosten für eine Ganztagsbetreuung abdecken, andererseits zur Pensionsvorsorge jener Frauen herangezogen werden, die ihre Kinder überwiegend selbst betreuen wollen.

Oberstes Prinzip: Kinderwohl

"Als oberstes Prinzip unseres Handeln steht natürlich das Kinderwohl, es muß eine möglichst familiennahe Betreuung, gerade für Kleinkinder in Niederösterreich möglich sein". Idealerweise sei dies bei Kindern unter drei Jahren die Familie selber, betonte die FPÖ-Familiensprecherin. (red)

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