Schach: Russland fordert die Welt

6. September 2002, 13:59
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Vier-Tages-Match im Kreml mit hoher Stardichte

Moskau - Der Moskauer Kreml wird zu einer Festung des Schachs. Beim Match "Russland gegen den Rest der Welt" (8.-11.9.) wollen die russischen Superstars (Garri Kasparow, Anatoli Karpow, Wladimir Kramnik) die größten Schach-Koryphäen aus anderen Ländern vom Brett fegen. Schirmherr des Spektakels ist der russische Präsident Wladimir Putin. Der Vergleich erlebt in diesem Jahr seine dritte Auflage nach Belgrad 1970 und London 1984, als die damalige Sowjetunion jeweils knapp gewann.

Die Weltauswahl um den Inder Viswanathan Anand scheint nicht chancenlos. Sie kann jetzt im Gegensatz zu den damaligen Vergleichen Spieler ehemaliger Sowjetrepubliken einsetzen: Den FIDE-Weltmeister Ruslan Ponomarjow (Ukraine), dessen Landsmann Wassili Iwantschuk, Alexej Schirow (Spanien), der aus Lettland stammt, oder Boris Gelfand (Israel), geboren in Minsk. Der Ungar Peter Leko sowie seine starke Landsfrau Judit Polgar wurden ebenfalls einberufen. Russland mit vier ehemalige Weltmeistern (Kasparow, Kramnik, Karpow und Khalifman) bleibt aber Favorit.

Ein Novum gibt es im Turnierreglement: Wurde bisher mit klassischer Bedenkzeit gespielt, so ist diesmal, dem modernen Trend folgend, Schnellschach angesagt. An den vier Wettkampftagen spielt jeder Teilnehmer gegen alle Kontrahenten der anderen Mannschaft. Nach 10 Durchgängen wird abgerechnet. (APA/dpa)

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