Drahtloses Breitband-Internet jetzt zu Hause

6. September 2002, 12:34
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metronet: Zahl der WLAN-Standpunkte soll bis Jahresende von 140 auf zumindest 200 ausgebaut werden - Siebenstelliger Millionenbetrag investiert

Wien - Das auf drahtloses Breitband-Internet spezialisierte Wiener Start-up-Unternehmen metronet ist weiter auf Expansionskurs. Ab sofort bietet das Unternehmen einen WLAN-Zugang (Wireless-LAN) sowohl für unterwegs als auch für zu Hause im Kombipack an, sagten Firmengründer Mike McGinn und Stefan Poltnigg am Freitag bei einem Pressegespräch. Die Zahl der öffentlichen WLAN-Zugänge (so genannte Hot Spots) soll bis Jahresende von 180 auf mehr als 200 steigen.

Die seit Jahresanfang aktive metronet hat bisher knapp 90 Prozent der Wiener Traditions-Kaffehäuser, die Flughäfen Linz, Salzburg, Klagenfurt und Graz, 34 Seminarhotels - darunter 21 Accor-Hotels - und eine Rosenberger-Autobahnraststätte mit WLAN-Zugängen versorgt. Der Flughafen Wien werde in Kürze folgen, kündigte McGinn an. Im Jahr 2002 werde das Unternehmen insgesamt einen "einstelligen Millionenbetrag in Euro" investieren. Demnächst will das Unternehmen auch Roamingpartner in Europa und den USA bekannt geben.

Telefonleitung und ein ADSL-Anschluss notwendig

Voraussetzungen für einen WLAN-Zugang zu Hause sind eine Telefonleitung und ein ADSL-Anschluss. Das neue Produkt "metronet.home", für das eine monatliche Grundgebühr von 39 Euro zu bezahlen ist, beinhaltet neben dem Internetzugang von unterwegs an allen 180 WLAN-Standorten von metronet auch die Einbindung von mehreren WLAN-fähigen Endgeräten zu Hause. Der Kunde erhält über metronet einen ADSL-Anschluss von der Telekom Austria (Herstellungspreis 130 Euro) und einen Wireless-Router um 239 Euro. Bei bereits bestehendem ADSL-Anschluss ist eine Umstiegsgebühr von 43,53 Euro zu bezahlen.

metronet ist in Besitz von Privatinvestoren. Seit Mai ist der Salzburger Venture-Capitalist SmartVenture mit 6,5 Prozent am Unternehmen beteiligt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 17 Mitarbeiter.

Über WLAN können Benutzer mit ihrem Notebook oder Minicomputer (PDA) und einem entsprechenden Funkmodem (so genannte WLAN-Karte) ohne Kabelanschluss breitbandig im Internet surfen.(APA)

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    foto: derstandard.at
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