ORF-Stiftungsrat diskutiert Montag über Sparpläne

6. September 2002, 11:51
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Wrabetz: Aktuelle Werbe-Entwicklung "leicht über dem Vorjahr"

Umfassende Sparmaßnahmen für das kommende Jahr diskutiert der Finanzausschuss des ORF-Stiftungsrates in seiner Sitzung am kommenden Montag. Mit über 60 Millionen Euro wurde vor dem Sommer der Einsparungsbedarf beziffert. Dass dieser Betrag nun geringer ausfallen könnte - in Stiftungsratskreisen spricht man im Vorfeld der Sitzung von unter 40 Millionen Euro - wollte Alexander Wrabetz, Kaufmännischer Direktor des ORF, am Freitag auf APA-Anfrage nicht bestätigen: "Die 60 Millionen stehen als Sparziel, vom Stiftungsrat wurde nichts anderes festgelegt", sagte er.

Keine Details

Nicht kommentieren wollte Wrabetz Details des Sparplans. Einschnitte im Personalbereich gelten in Stiftungsratskreisen aber als so gut wie sicher. Gegen eine mögliche Nulllohnrunde hatte allerdings Heinz Fiedler, Obmann des ORF-Zentralbetriebsrats und Stiftungsrat, bereits im Juni deutliche Ablehnung signalisiert. Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtete am Freitag auch von Bestrebungen, den Personalstand durch "Golden Handshakes" zu verringern und durch Pensionen frei gewordene Arbeitsplätze nicht nachzubesetzen.

Gute Nachrichten kann Wrabetz den Stiftungsräten zur aktuellen Werbe-Entwicklung überbringen: "Wir haben einen sehr guten September", sagte er zur APA. "Das dritte Quartal wird insgesamt leicht über dem Vorjahr liegen." Diesen positiven Trend stelle man "trotz der Werbeeinschränkungen" durch das neue ORF-Gesetz fest, die man kompensieren könne.

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