Verhaftung nach Protest in luftiger Höhe

6. September 2002, 09:55
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Protestplakat von Greenpeace an Christusstatue in Rio de Janeiro befestigt

Rio de Janeiro - Fünf Aktivisten der Umweltschutzgruppe Greenpeace sind in Brasilien bei einem Protest gegen die Ergebnisse des UN-Weltgipfels in Johannesburg festgenommen worden. Die Polizei nahm die Aktivisten am Donnerstag fest, nachdem diese die 30 Meter hohe Christusstatue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro bestiegen und an den ausgebreiteten Armen der Statue ein großes Protestplakat befestigt hatten. Auf dem Plakat war in 720 Metern Höhe von verschiedenen Punkten der Stadt in großen Lettern "Rio+10: Zweite Chance?" zu lesen.

Greenpeace, das am Donnerstag auch beim Welt-Erdölkongress in Rio protestierte, bezeichnete den Weltgipfel als Reinfall. "Die Menschheit darf angesichts des Scheiterns von Rio+10 nicht schweigen", meinte der Leiter von Greenpeace Brasilien, Frank Guggenheim. Johannesburg sei die letzte Chance, positive Ergebnisse im Kampf gegen Armut und Klimawechsel zu erreichen, sagte er.

Die Festnahmeaktion fand auf eine Anzeige eines katholischen Priesters statt, der die Proteste an der Christusstatue als "Beleidigung eines Heiligenbildes" empfunden hatte. Greenpeace habe zudem keine Demonstrationsgenehmigung eingeholt, hieß es. Die festgenommenen Aktivisten sollen laut Polizei wegen "unbefugten Betretens eines Privatgrundstücks" angezeigt werden, weil die Erzdiözese von Rio, die Eigentümerin der Statue, keine Demonstrationsgenehmigung erteilt habe.

Nach Beginn der Kundgebung hatte die Polizei den Zugang zur Christusstatue, dem Wahrzeichen und besten Aussichtspunkt Rios, für Touristen gesperrt, "um Unfälle zu vermeiden". (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Das Protestplakat an der Statue

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