Bush erklärt 11. September zum Patriotentag

6. September 2002, 08:32
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Schweigeminute und Gedenkgottesdienst in Großbritannien

Washington/New York/London - US-Präsident George W. Bush hat den 11. September zum Patriotentag erklärt. Er rief die Bürger auf, an diesem Tag der Opfer der Terroranschläge zu gedenken. Die Behörden forderte der Präsident auf, alle Fahnen auf Halbmast zu setzen. Bush erklärte, die Amerikaner würden die Toten nicht vergessen. Aber sie würden auch nicht die Heldentaten vergessen, die von Amerikanern an diesem Tag in New York, im Pentagon und am Himmel über Pennsylvania begangen wurden, wo Passagiere gegen die Flugzeugentführer rebellierten und die Maschine zum Absturz brachten.

Mit einer Schweigeminute wird in ganz Großbritannien am 11. September der Opfer der Terrorangriffe auf die USA gedacht. Nach Angaben des Kulturministeriums vom Donnerstag in London wird die Schweigeminute 13.46 Uhr (Ortszeit) stattfinden, dem Beginn der Angriffe auf das World Trade Center in New York. Die Schweigeminute ist Teil eines großen Gedenkgottesdienstes in der St. Paul's-Kathedrale, an dem 2000 Menschen teilnehmen werden, darunter auch Thronfolger Prinz Charles.

Picknick

In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es, es werde damit gerechnet, dass auch in vielen Flughäfen, Regierungseinrichtungen, Schulen, Gerichten und Läden eine Schweigeminute eingelegt werde. Die Londoner Börse hat bereits mitgeteilt, sie werde um 13.46 Uhr zwei Minuten lang innehalten. Alle britischen Feuerwehrleute wollen sich am ersten Terror-Jahrestag vor den Feuerwachen versammeln, um ihrer New Yorker Kollegen zu gedenken.

Mit einem Picknick am Fuße der Freiheitsstatue in New York und einem Feuerwerk haben bereits in der vergangenen Woche Angehörige von Opfern an die Terroranschläge vom 11. September erinnert. Die Gedenkveranstaltung am Mittwoch sei bewusst als optimistisches und heiteres Treffen geplant worden, sagte einer der Organisatoren, Andrew Tisch. Viele der rund 500 Teilnehmer erklärten, ihnen sei eine Feier dieser Art lieber als die öffentlichen Massenveranstaltungen am Jahrestag der Anschläge.

"Wir versuchen, den Familien zu helfen, wieder aus der Trauerphase aufzutauchen und zum Alltag zurückzukehren", sagte Tisch. Die Angehörigen wurden an Bord von Fähren nach Liberty Island gebracht, wo sie die amerikanische Nationalhymne sangen und sich anschließend zu Picknick und Musik trafen. Als die Boote die Insel am Abend wieder verließen, wurde am Ufer von New Jersey ein Feuerwerk gezündet. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Eine Feier zu Ehren Freiheit Amerikas". (APA/dpa/AP)

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