Chirac verurteilt Attantats auf afghanischen Präsidenten Karsai

5. September 2002, 22:09
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Der afghanische Regierungschef wird derzeit von US-Soldaten bewacht..

Paris/Berlin/Washington - Der französische Präsident Jacques Chirac hat den Terroranschlag in Kabul verurteilt und seinem afghanischen Amtskollegen Hamid Karsai die volle Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt.

"Das Attentat in Kabul ist ein krimineller Akt, der durch nichts zu rechtfertigen ist", erklärte Chirac in einer Botschaft an Karsai, die am Donnerstag in Paris veröffentlicht wurde. Diese Ereignisse verstärkten die Entschlossenheit Frankreichs, "den Terrorismus aller Art, ob in Afghanistan oder anderswo, ohne nachzulassen zu bekämpfen".

"Ich bin glücklich und erleichtert, dass Sie den Anschlag, der gegen Sie gerichtet war, unbeschadet überstanden haben", schrieb Chirac an Karsai. Auch US-Präsident George W. Bush äußerte sich nach Angaben einer Sprecherin erleichtert darüber, dass Karsai unverletzt geblieben war. Der afghanische Regierungschef wird derzeit von US-Soldaten bewacht.

Hilfe beim demokratischen Aufbau

Der deutsche Außenminister Joschka Fischer sicherte Karsai nach den jüngsten Anschlägen weitere Hilfe beim demokratischen Aufbau des Landes zugesichert. Den Feinden eines selbstbestimmten, demokratischen und friedlichen Afghanistans müsse "mit aller Entschiedenheit begegnet werden", schrieb Fischer am Donnerstag an Karsai. "Deutschland steht hierbei an Ihrer Seite." Fischer schrieb, er habe mit großer Erleichterung erfahren, dass der Anschlagversuch gegen Karsai gescheitert sei "und dass Sie sich in Sicherheit befinden". Zugleich drückte er die Anteilnahme für die Opfer des "entsetzlichen" Bombenanschlags aus.

Zuvor hatte sich auch UNO-Generalsekretär Kofi Annan "tief geschockt" über die beiden Anschläge in Afghanistan gezeigt. (APA/dpa)

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