"Keine einzige Unterschrift geht nach Wien"

5. September 2002, 19:14
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Gorbach überzeugt seine Landespartei

Dornbirn - In Vorarlbergs FPÖ herrscht wieder Ordnung. Nach der Sitzung der Landesparteileitung am Mittwochabend triumphierte Parteichef und Vizeparteichef Hubert Gorbach: "Aus Vorarlberg geht keine einzige Unterschrift nach Wien." Mit "Argumenten, ganz ohne Druck" habe er, Gorbach, den Bundesratsabgeordneten und Unterschriftensammler für einen Sonderparteitag, Christoph Hagen, wieder auf Linie gebracht. Nach dreistündiger Sitzung musste der "junge Heißsporn" (Eigendefinition) klein beigeben. Hagen: "Es war eine harte Partie. Aber ich hab' mich überzeugen lassen, dass die Basis die Steuerreform nicht sofort haben will."

Hagens sieben Mitunterzeichner hatte Parteichef Hubert Gorbach schon am Nachmittag zur Rücknahme ihrer Unterschriften bewegt. Die FPÖ Vorarlberg stehe "geschlossen" hinter der Regierungspolitik, bekräftigte Gorbach nach der Sitzung. Ein entsprechender Antrag wurde mit 45 Prostimmen und einer Enthaltung angenommen.

Gorbach zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, räumte aber ein, die Diskussion habe gezeigt, dass die Bundespolitik der Freiheitlichen im Lande zu wenig gut verkauft werde. Das Ergebnis sei auch nicht als Bekenntnis zu Susanne Riess-Passer zu werten, stellte Gorbach klar. Denn: "Für uns sind beide wichtig, die Vizekanzlerin und Jörg Haider." (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 6.9.2002)

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