Kuriose Abenteuer und moderne Märchen

5. September 2002, 19:03
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Theater der Jugend neu unter Thomas Birkmeir

Wien - Wie kann das Theater interessanter werden als der jeweilige Sitznachbar? Neointendant Thomas Birkmeir ist ob dieser Frage für sein künftiges Haus hoffnungsfroh und legte bei der gestrigen Eröffnungskonferenz mit Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP) diesbezügliche Ansprüche offen.

Wesentlich sei die Öffnung zu Regisseuren, die nicht ausschließlich auf Jugendtheater abonniert sind. "Wir versuchen, stilbildend zu werden", verspricht der nun nach Reinhard Urbach zum Leiter des größten europäischen Theaterhauses für ein junges Publikum ernannte Münchner. Von acht Eigenproduktionen sind sieben Erst- und Uraufführungen: "Wir machen im besten Sinne Autorenförderung." Auch die "Frauenquote ist ausgewogen". Die Mehrzahl der Regisseure kommt aus Deutschland, darunter Folke Braband, Peter Lund, Christian von Treskow oder Tina Lanik, die einen Ritchy 3 von Hausautor Raoul Biltgen inszenieren wird.

Eröffnet wird am 5. Oktober mit Amadé und Antoinette in der Regie des Hausherrn. Das Wunderkindphänomen wird in Lutz Hübners Winner & Loser "abgeklopft" (10. 10.). Heidi steht für den Heimatdiskurs, Die Brüder Löwenherz als Hommage an Astrid Lindgren. Weiters sollen die beiden Spielstätten, Renaissancetheater und Theater im Zentrum, altersmäßig klarer definiert werden. (afze/DER STANDARD, Printausgabe, 6.9.2002)

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