Telecom Italia steigert Nettogewinn massiv

6. September 2002, 17:33
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Zeitpunkt des Ausstiegs aus der Telekom Austria noch offen

Rom - Der Nettogewinn der Telecom Italia (TI) ist im ersten Halbjahr 2002 um 59,4 Prozent auf 770 Mill. Euro gestiegen. Dies gab der italienische Konzern am Ende der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag in Mailand bekannt. Der Umsatz kletterte um 1,7 Prozent auf 14,089 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung wurde gegenüber Ende 2001 von 21,9 Mrd. Euro auf 21,1 Mrd. Euro reduziert. Die TI ist mit 29,8 Prozent an der Telekom Austria (TA) beteiligt.

Seit der Übernahme der TI durch den Reifen- und Kabelhersteller Pirelli und die Bekleidungsgruppe Benetton vor einem Jahr seien Veräußerungen nicht strategischer Beteiligungen im Wert von 4,314 Mrd. Euro durchgeführt worden. Damit seien 85 Prozent des zweijährigen Veräußerungsplans der Gruppe erfüllt, hieß es in der Presseaussendung.

Zeitpunkt des TA-Ausstiegs noch offen

Unter den Firmenverkäufen war auch die Sperrminorität der Italiener an der TA-Mobilfunktochter Mobilkom. Die TI hat ihre Mobilkom-Anteile, wie berichtet, Anfang Juni für 690 Mill. Euro an die TA abgetreten. Auch für die TA selbst hat sich die TI im Zuge des Deals das Ausstiegsrecht gesichert und dafür weit reichende Mitspracherechte abgegeben. Der Zeitpunkt wann die TI aber tatsächlich ihre Anteile über die Börse abgeben wird, ist aber noch offen.

Der Generaldirektor der Telecom Italia (TI), Riccardo Ruggiero, wurde unterdessen zum neuen Präsidenten der TI-Gruppe ernannt. Er wird für den Festnetzbereich zuständig sein und ersetzt damit den zurückgetretenen Enrico Bondi, der den Konzern wechselt und Chef der Holding Premafin SpA des Finanziers Salvatore Ligresti wird. (APA)

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