Bilanztricks: 500.000 Dollar Strafe für US-Firmenchef

6. September 2002, 17:32
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Ehemaliger Sunbeam-Chef Dunlap muss zahlen

New York - Albert J. Dunlap, der ehemalige Chef des amerikanischen Haushaltsgeräteherstellers Sunbeam Corporation, muss wegen Bilanztricksereien 500.000 Dollar Strafe zahlen. Dunlap war von der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC vor einem Gericht in Florida verklagt worden.

"Kettensägen-Al"

Der Unternehmer darf auch keine Aktiengesellschaften mehr führen oder als Verwaltungsratsmitglied fungieren. Hiermit hat sich Dunlap nach Angaben der SEC vom Mittwoch (Ortszeit) einverstanden erklärt, ohne sich schuldig zu bekennen oder die Schuld zurückzuweisen. Dunlap ist wegen seiner knallharten Stellenstreichungen als "Kettensägen-Al" bekannt. Der ehemalige Sunbeam-Finanzchef Russel Kersh muss 200.000 Dollar Strafe zahlen.

Dunlap, Kersh und andere sollen nach Angaben der Aufsichtsbehörde unangemessene Buchführungstechniken angewandt haben, so dass die Finanzberichte des Unternehmens von Ende 1996 bis zum ersten Quartal 1998 falsch und irreführend gewesen seien. (APA/dpa)

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