Fahndung nach griechischen Terroristen des "17. November" beendet

6. September 2002, 12:58
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Nach Verhaftung eines führenden Kopfes der Gruppe

Athen - Nach der Verhaftung des mutmaßlichen Terroristen Dimitris Koufodinas hat die griechische Regierung die Fahndung nach Mitgliedern der Terrororganisation "17. November" für beendet erklärt. Die "Jagd" nach Mitgliedern der Gruppe sei abgeschossen, sagte ein Regierungssprecher am Freitag. Koufodinas, der als einer der führenden Köpfe des "17. November" gilt, hatte sich am Donnerstag der Polizei gestellt. Den Beamten habe er gesagt, dass die Terrororganisation nun nicht mehr existiere.

Koufodinas soll in mindestens 17 Mordanschläge der Organisation verwickelt sein. Nach Aussagen eines inhaftierten Komplizens war er unter anderem an der Ermordung des britischen Militärattachés Stephen Saunders im Juni 2000 direkt beteiligt. Die Fahndung nach Koufodinas war im Juni verstärkt worden, nachdem in Piräus ein Mitglied der Gruppe bei der vorzeitigen Explosion einer Bombe verletzt worden war.

In den vergangenen zwei Monaten wurden in Griechenland 16 mutmaßliche Terroristen des "17. November" verhaftet. Die linke Organisation hatte seit 1975 insgesamt 23 Menschen, darunter Diplomaten, Politiker, Polizisten, Verleger und Unternehmer, ermordet und Dutzende Anschläge mit Panzerfäusten und Bomben verübt. Die Gruppe "17. November" gab sich ihren Namen nach dem Datum einer von Studenten geführten Demonstration gegen die Militärdiktatur, die von 1967 bis 1974 in Griechenland geherrscht hat.(APA/dpa)

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    Dimitris Koufodinas, mutmaßlicher Anführer der Terroristengruppe 17. November

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