Kuba macht USA für Tod von Flüchtlingen verantwortlich

5. September 2002, 16:27
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20 Menschen waren im August vor Florida ertrunken

Havanna - Kuba hat die USA für den Tod von 20 Bootsflüchtlingen verantwortlich gemacht, die im August vor der Küste des US-Staates Florida ertrunken sind. Die kubanische Regierung habe inzwischen 18 der Flüchtlinge identifizieren können, hieß es in einer Fernsehsendung am Mittwochabend (Ortszeit). Sie seien am 18. August von zwei professionellen Schleppern mit einem Schnellboot aus Kuba abgeholt worden.

Nach kubanischer Ansicht bietet die US-Gesetzgebung einen starken Anreiz für die illegale Flucht über See. Die USA vergeben zwar nur eine eng begrenzte Zahl von Visa für die legale Einreise, doch sie gewähren kubanischen Flüchtlingen ein Bleiberecht, wenn es diesen gelingt, amerikanischen Boden zu erreichen. Kubaner werden damit anders behandelt als illegale Einwanderer aus anderen Ländern. (APA/dpa)

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