Bären-Nachwuchs in den Kalkalpen

5. September 2002, 15:22
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Schon mehrfach drei Junge zwischen Ötscher und Hochschwab gesichtet

Wien - Über neuerlichen Bären-Nachwuchs in den niederösterreichisch-steirischen Kalkalpen freut sich der WWF, der sich seit 1989 für das Bären-Projekt in Österreich engagiert. Im "Kerngebiet" von Meister Petz zwischen Ötscher und Hochschwab sind - nun bereits mehrmals - drei Junge gesichtet worden, berichtete die Organisation.

Bei der Mutter dürfte es sich um "Rosemarie" handeln. Ihren Namen verdankt sie den Österreichischen Lotterien, die das erfolgreiche Artenschutzprojekt seit Jahren unterstützen. Die Bärin war bis vor kurzem noch eine "Unbekannte" in Österreich: Sie konnte erst durch die genetische Auswertung von Haar- und Losungsproben eindeutig identifiziert werden.

Die drei Jungen bleiben noch bis in den Frühsommer nächsten Jahres bei ihrer Mutter. Das Aufwachsen in ihrer natürlichen Umgebung sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Jungbären den nötigen Respekt vor dem Menschen nicht verlieren und dessen Nähe meiden.

Monitoring

Der - seit 1998 - regelmäßige Nachwuchs sei ein gutes Zeichen, dass sich Bären in den heimischen Alpen wohlfühlen. Einige Sorge bereitet den Bärenexperten des WWF allerdings die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren trotzdem keine eindeutige Zunahme des Bestandes festzustellen war. Die Gründe dafür sind einer der Forschungsschwerpunkte der nächsten Jahre.

Für das Bärenprojekt stellt ein genaues Monitoring der im Land lebenden Braunbären eine wichtige Grundlage für den Erfolg dar. In den nächsten drei Jahren ist die WWF-Bären-Arbeit zusätzlich durch ein LIFE-Projekt der EU gesichert. Durch diese zusätzliche Finanzhilfe sei es möglich, die Lebensbedingungen der Bären noch intensiver zu untersuchen. Das im Vorjahr begonnene "genetische Monitoring" soll weiter ausgebaut werden und Aufschluss über Verwandtschaftsverhältnisse und Wanderrouten der österreichischen Bären geben. (APA)

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