Westenthaler vs. Stadler

5. September 2002, 15:01
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FP-Klubchef: Volksanwalt sollte sich Rücktritt überlegen - Stadler muss nichts in den FP-Sozialtopf einzahlen

Wien - Der stellvertretende Chef der niederösterreichischen FPÖ, Ewald Stadler, hat sich mit seiner Unterschriften-Aktion für einen Sonderparteitag nicht nur Freunde bei den Freiheitlichen gemacht. FP-Klubobmann Westenthaler fordert ihn nämlich nun im "Format" auf, seine Position als Volksanwalt zu überdenken. Er sollte sich überlegen, "ob er jetzt auch noch Volksanwalt bleiben kann und will, zumal ihn für diese Position ja Susanne Riess-Passer vorgeschlagen hat". Angesichts des Bruchs mit der Parteichefin solle Stadler jetzt "ernsthaft" darüber nachdenken, ob er diesen Job weiter ausüben könne.

Einen Vorteil bringt Stadler der Posten in der Volksanwaltschaft jedenfalls. Wie "Format" berichtet, muss er trotz eines Einkommens von rund 11.600 Euro nicht in den Sozialfonds der Freiheitlichen einzahlen. Eigentlich wären Zahlungen bei freiheitlichen Spitzenpolitikern ab einem monatlichen Netto-Verdienst von knapp 4.800 Euro gefordert - nicht so bei Stadler. "Das liegt einfach daran, dass die Volksanwaltschaft in den entsprechenden Parteitagsbeschluss nicht genannt ist", so der Volksanwalt. Er leiste aber freiwillige Beiträge an die niederösterreichische FP-Landesgruppe. (APA)

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    Westenthaler und Stadler (von links nach rechts)

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