Der "Wenn-Dann"-Spielraum des Bürgermeisters

5. September 2002, 14:41
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Stadtpräsident Ledergerber: "Wenn jemand vier bis fünf Millionen Franken aufbringt, dann könnten wir mit der Aufkündigung ein Jahr zuwarten."

Zürich - Der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber hat politischen Spielraum für eine Weiterarbeit des gekündigten Schauspielhaus-Intendanten Christoph Marthaler erkennen lassen. In einem Interview des Zürcher "Tagesanzeiger" vom Donnerstag (5.9.) sagte der Rathauschef, dass in der übernächsten Saison mit einem Defizit von vier bis fünf Millionen Franken (2,7 bis 3,4 Millionen Euro) gerechnet werden müsse. "Wenn jemand diese vier bis fünf Millionen Franken aufbringt, dann könnten wir mit der Aufkündigung ein Jahr zuwarten."

Unterstützer-Komitee

Ein Marthaler-Unterstützer-Komitee um den Publizisten Roger de Weck will einen Entscheidungsstopp bis März 2003 erreichen. Seit Tagen gibt es in Zürich Proteste gegen die Entlassung des Erfolgsregisseurs, der wegen gesunkener Zuschauerzahlen vorzeitig den Hut nehmen soll. Am Mittwochabend musste der Zürcher Gemeinderat wegen lautstarker Proteste vor dem Rathaus eine Sitzung zum Thema Marthaler vorzeitig abbrechen. (APA/dpa)

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