Produktionen zum Preis einer Luxusvilla

5. September 2002, 19:06
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Chef der Bundestheater-Holding Springer schwärmt: "Hervorragend bestandener Fitnesstest", "revolutionierter" Web-Auftritt und neuer Kooperationspartner

Wien - Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Bundestheater-Holding mit der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und ihrer Tochtergesellschaft, der Privat Bank AG, gab Holding-Chef Georg Springer am Donnerstag (5.9.), "nach insgesamt drei abgelaufenen Geschäftsjahren einen Rückblick und einen Ausblick auf den Konzern Bundestheater-Holding". Weiters stellte er den vom neuen "Kooperationspartner" Privat Bank AG ermöglichten neuen Internet-Auftritt der Bundestheater vor.

Immerhin 30 bis 35 Produktionen pro Jahr auf die Beine stellen

"Nach Ablauf von drei Geschäftsjahren kann ich zu unserer Freude sagen, dass wir den Fitnesstest bestanden haben - und, wie ich meine, hervorragend bestanden haben", so Springer, der darauf hinwies, dass die Holding als Theaterkonzern besonders personalkosten- und sachkostenintensiv sei: Immerhin gälte es, zwischen 30 und 35 Produktionen pro Jahr zum Preis der "Errichtung eines Einfamilienhaus der Luxusklasse, in manchen Fällen der Errichtung eines Mehrfamilienhauses oder gar einer Luxusvilla" auf die Beine zu stellen.

Personalkostenanstieg

Der Abschluss des vergangenen Geschäftsjahres (Saison 2001/02) wird erst im Jänner 2003 vorliegen. Springer rechnet jedoch mit einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse. Der Anteil des Personalaufwands am Gesamtaufwand betrug zuletzt rund 68 Prozent, Springer rechnet mit einer weiteren leichten Steigerung der Personalkosten.

Weichenstellungen mit Morak

Ende Juli habe er mit Kunststaatssekretär Franz Morak am Rande der Salzburger Festspiele die Weichenstellungen für die nächste Zukunft der Bundestheater besprochen: Der Kontrahierungszwang der Bühnengesellschaften mit der Theaterservice-Gesellschaft endet mit Ende August 2004, danach sollen sich die Bühnengesellschaften zu insgesamt 49 Prozent an der Theaterservice-Gesellschaft beteiligen.

Kostensparung bei Burgtheater-Sanierung

Die Fassaden-Sanierung des Burgtheaters koste dank der frühzeitigen Ausschreibung statt der projektierten 100 Millionen Schilling lediglich 62 bis 65 Millionen Schilling (4,51 - 4,72 Millionen Euro), freute sich Springer. Zum Verhandlungsstand über die lange geforderte Anhebung der gesetzlichen Basisabdeckung der Bundestheater wollte er nichts sagen. Immerhin gebe ihm ein verständnisvoller Brief des Bundeskanzlers, "eine gewisse Sicherheit".

"Revolutionierter" Web-Auftritt

Den Webauftritt habe man "nicht relaunched, sondern revolutioniert!" Eine detaillierte Vorstellung folgt Ende September. Ermöglicht wurde der neue Internet-Auftritt durch die Gewinnung der Privat Bank AG als (branchenexklusiven) "Kooperationspartner", der auf der Homepage auch verlinkt werden soll. (APA)

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