Die Gnade der herbstlichen Geburt?

5. September 2002, 20:50
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Max-Planck-Studie: Zwischen Oktober und Dezember Geborenen scheint ein längeres Leben beschieden zu sein

Rostock - Herbstgeborene leben länger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rostocker Max-Planck-Instituts für Demographische Forschung, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Zwischen Oktober und Dezember geborenen Dänen ist demnach ein um durchschnittlich drei Monate längeres Leben vergönnt. Österreichische Herbstkinder leben im statistischen Mittel sogar ein halbes Jahr länger als ihre zwischen April und Juni geborenen Mitmenschen. Deutschland wurde nicht in die Studie einbezogen.

Die Forscher analysierten die Daten von mehr als einer Million zwischen 1968 und 1998 Gestorbener, die zum Zeitpunkt ihres Todes mindestens 50 Jahre alt waren. Ursache der Unterschiede seien die in den Sommermonaten bessere Versorgung der Babys im Mutterleib und saisonal auftretende Infektionskrankheiten, schreiben die Rostocker Forscher Gabriele Doblhammer-Reiter und James Vaupel in ihrer Studie. Bei in diesem Jahrhundert geborenen Kindern sei die Verknüpfung zwischen Geburtsmonat und Lebenserwartung voraussichtlich zwar schwächer, bleibe aber auch weiterhin erhalten.

Übertrumpft werden die auch bereits im US-Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) veröffentlichten Ergebnisse von einer Analyse der Rostocker Forscher in den USA: Einwohner der Vereinigten Staaten, die im Winter Geburtstag haben, leben demzufolge durchschnittlich rund eineinhalb Jahre länger als die im Sommer geborenen. (APA/dpa)

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