14-jähriger Japaner auf Schulhof verbrannt

5. September 2002, 12:53
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Bursche beging Selbstmord - Motiv unklar

Tokio - In Japan hat sich ein Schüler auf dem Hof einer Volksschule selbst angezündet und ist an Folgen der Verbrennungen gestorben. Nach Angaben der Polizei übergoss sich der 14-Jährige am Donnerstag in Shinminato an der Westküste Japans mit Öl und setzte sich dann in Brand. Ein Motiv für die Tat sei bisher nicht zu erkennen, hieß es bei der Polizei.

Als die von Nachbarn alarmierten Beamten den brennenden Buben in der Nacht fanden, sei er noch bei Bewusstsein gewesen und habe geschrien: "Es tut weh, es ist heiß". Er wurde ins Krankenhaus gebracht, erlag jedoch neun Stunden später seinen Verletzungen. Der Schüler sei mit Lampenöl übergossen gewesen. Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden.

Hinweise, dass der Bursch möglicherweise Opfer der in Japan berüchtigten Schikanen von Mitschülern gewesen sein könnte oder anderweitige Probleme hatte, soll es nicht gegeben haben. Er sei kein Typ von Schüler gewesen, der in Schwierigkeiten gerate, hieß es von Seiten der Schule. Die Polizei leitete ihre Nachforschungen in dem grausigen Fall denn auch unter der Annahme eines Selbstmordes ein. (Reuters)

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