Vodafone will französische Cegetel komplett übernehmen

5. September 2002, 12:36
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12,6 Mrd. Euro für Anteile von Vivendi, BT und SBC geboten

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat Gespräche zur vollständigen Übernahme des französischen Telekommunikationsunternehmens Cegetel aufgenommen. Die Verhandlungen werden mit Vivendi Universal und der British Telecom (BT) geführt, die jeweils eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen, zusammen jedoch über 50 Prozent der Anteile, besitzen. Dies berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Donnerstags-Ausgabe. Vodafone habe demnach insgesamt 12,6 Mrd. Euro für die Übernahme eingeplant.

Schulden

Vivendi hatte es vor einigen Monaten noch abgelehnt, den 44-prozentigen Anteil an Cegetel an den britischen Konzern abzutreten. Das Unternehmen ist jedoch hoch verschuldet, so dass ein Verkauf der Aktien nach Ansicht von Industriebeobachtern mittlerweile lediglich eine Frage des Preises ist. Vodafone soll den Angaben zufolge ein Angebot in Höhe von 6,5 Mrd. Euro abgegeben haben.

Die Verhandlungen um die 26-prozentige Beteiligung der BT sind für die nächste Woche angesetzt. Der britische Telekommunikationskonzern erhält nach den Vodafone-Planungen 3,8 Mrd. Euro, schreibt die Zeitung weiter. Der restliche Betrag soll demnach für die Übernahme des 15-prozentigen Anteils von SBC Communications gedacht sein.

Minderheitsbeteiligung

Vodafone besitzt bereits eine Minderheitsbeteiligung an dem französischen Unternehmen. Der Konzern versucht jedoch in den wichtigsten europäischen Märkten etablierte Anbieter komplett zu übernehmen. In Deutschland wurde im Rahmen dieser Strategie bereits vor längerer Zeit der Netzbetreiber Arcor von Mannesmann gekauft. (pte)

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