Berlusconi: Strafnachlass für Steuersünder zur Rettung der Steuerreform

5. September 2002, 12:23
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Rom - Der italienische Wirtschaftsminister Giulio Tremonti denkt an einen Strafnachlass für Steuersünder, um die leeren Staatskassen aufzufüllen. Nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Republica" soll die Steueramnestie Vergehen betreffen, die in den Jahren zwischen 1997 und 2001 begangen wurden. Auf diese Weise will die Regierung 800.000 anhängige Steuerverfahren entschädigen. Mit der Zahlung eines Teilbetrages sollen die Steuersünder ihren Streit mit dem Fiskus beilegen. Die Steueramnestie soll dem säumigen Zahler die Gelegenheit geben, die "vergessene" Erklärung nachzuholen, ohne dass er Strafe, sondern manchmal nur maßvolle Zinsen zusätzlich zahlen muss. Volkswirte schätzen, dass die Steueramnestie den Staatskassen bis zu 800 Mill. Euro bescheren könnten. (APA)
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