Fliegendes Observatorium Sofia einen Schritt weiter

6. September 2002, 19:32
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Infrarot-Teleskop aus Deutschland angeliefert - soll in einen umgebauten Jumbo-Jet eingesetzt werden

Washington - Der Bau des fliegenden deutsch-amerikanischen Observatoriums Sofia nähert sich der entscheidenden Phase. Im texanischen Waco traf am Mittwoch das deutsche Infrarot-Teleskop ein, das dort in einen umgebauten Jumbo-Jet eingesetzt werden soll. Ende 2004 soll das größte fliegende Observatorium der Welt einsatzbereit sein.

Das 95,5 Mill. Euro teure Teleskop wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geliefert. Die amerikanische Raumfahrtagentur NASA ist für die Umbauarbeiten des ausgemusterten Jumbos und für die Flüge zuständig.

Freie Sicht

In den Jumbo wurde im Heckbereich eine Öffnung eingebaut, durch die das Teleskop in 12.000 Meter Höhe dann in den Himmel lugen kann. In dieser Höhe gibt es kaum noch Wasserdampf, der Infrarotmessungen vom Erdboden praktisch blockiert.

Damit ist Sofia (Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy) Observatorien auf der Erde weit überlegen, die selbst auf höchsten Bergen immer wieder mit Wasserdampf zu kämpfen haben. Ein Vorteil gegenüber Satelliten ist darüber hinaus die große Flexibilität. So kann das Teleskop nach der Landung jederzeit auf den neusten technischen Stand gebracht werden. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Diese Boeing ist die Trägerin des Observatoriums

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