Stufenweise Unterstützung in OÖ

5. September 2002, 11:42
posten

Betrofene Betriebe erhalten 30 bis 50 Prozent von Schadenshöhen aus Katastrophenfonds

Linz - Für vom Hochwasser geschädigte Betriebe gibt es in Oberösterreich eine mehrstufige Unterstützung - von finanziellen Soforthilfen bis zu Darlehensaktionen. Die Hilfe der Öffentlichen Hand müsse so gestaltet sein, dass die Unternehmen weitermachen können und die Arbeitsplätze gesichert seien. Das betonten der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (VP), Wirtschaftslandesrat Josef Fill (VP) und der Präsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Viktor Sigl, am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Linz.

Aus dem Katastrophenfonds erhalten alle vom Hochwasser betroffenen Betriebe eine Unterstützung von 30 bis 50 Prozent, abhängig unter anderem von Schadenshöhe und Größe des Betriebes. 20 Prozent des gemeldeten Schadens werden als so genannte Akonto-Leistung sofort ausgezahlt. In Härtefällen - zum Beispiel bei Betriebsunterbrechung oder offenen Darlehen - könnten die Zuschüsse erhöht werden, erklärten Pühringer, Fill und Sigl.

Zusätzlich zinslose Darlehen

Zusätzlich gewähren Bund und Land zinsenlose Darlehen, für jene Wiederbeschaffungskosten, die weder durch Versicherung oder Katastrophenfonds abgedeckt sind. Diese sind drei Jahre zinsenfrei und drei Jahre tilgungsfrei. Für Teilnehmer an dieser Kreditaktion gebe es noch eine weitere Möglichkeit zu Geld zu kommen, so die Politiker: Eine Kreditaktion des Landes - die ersten drei Jahre sind rückzahlungsfrei, das Land Oberösterreich zahlt zur Verzinsung dazu.

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich überweise an geschädigte Unternehmen eine Soforthilfe von bis zu 10.000 Euro - diese würde bei anderen Förderungen nicht berücksichtigt, sagte Sigl.

Nahversorger dürften für Kreditfinanzierungen für Lagererneuerung oder Renovierungsinvestitionen mit einem zusätzlichen Zinsenzuschuss rechnen, kündigte Fill an. Für die Wiederbelebung der Tourismuswirtschaft in vom Hochwasser besonders betroffenen Regionen hat der Landesverband für Tourismus ein Maßnahmenpaket in Höhe von 100.000 Euro beschlossen. Den gleichen Betrag investiert die Österreich-Werbung in eine Marketing-Soforthilfe für geschädigte Tourismusbetriebe. (APA)

Share if you care.