Liebstöckelpesto

9. September 2002, 15:13
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Die Idee ist an und für sich ja so gut, dass es ungerecht wäre, diese Art des Qualitäts-Convenience-Produktes nur dem Basilikum zuteil werden zu lassen (auch wenn's die Genuesen nun mal so erfanden, weil Venedig der Feind war und den Pfefferhandel kontrollierte). Und weil Martina Wally vom Schwarzen Kameel eine überaus große Sympathie für Liebstöckel - vulgo "Maggikraut" - hegt, probierte sie einmal ein Pesto damit. Die klassische Mischung von Pignoli, Öl und Grana behielt man bei, gab noch Mandeln, Zitrone und ein bisschen Zucker dazu - und eben Liebstöckel. Kiloweise Liebstöckel.

Der Geschmack ist jedenfalls herrlich, frisch und grün und aromatisch, freilich eher frühlingshaft denn herbstlich, aber darüber werden wird uns spätestens bei den ersten Nebeltagen ja eher freuen denn ärgern. Simpel einzusetzen, indem man's über die Pasta gießt, oder in der elaborierteren Version als Saucengarnierung zu gedünstetem Zander oder Waller. (derStandard/rondo/floh/6/9/02)

Bei
"Zum Schwarzen Kameel"
Bognerg. 5
1010 Wien

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Regine Hendrich
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    foto: regine hendrich
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