Agence France Press verbietet Ausstellung

5. September 2002, 11:21
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Der Künstler Gianni Motti hätte das Urheberrecht ihrer Fotos verletzt

Paris - Auf Initiative der französischen Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP) ist beim Fotofestival "Visa pour l'image", das gegenwärtig im südfranzösischen Perpignan stattfindet, eine Ausstellung des italienischen Künstlers Gianni Motti verboten worden. Es handelte sich dabei um Fotos der AFP aus dem Balkankrieg, die vom 64-jährigen Motti leicht retuschiert worden waren. Laut AFP hätte diese Ausstellung das Urheberrecht der Agentur verletzt.

Name der Agentur ist nicht mehr angeführt

Der in Genf wohnhafte Künstler wollte bei der Ausstellung zehn Landschaftsfotos zeigen, welche die zerstörerischen Folgen des Kriegs darstellten. Er hatte die Bilder der AFP für etwa 350 Euro abgekauft und damit auch ein "Recht auf Inspiration" erworben. AFP beanstandete allerdings, dass auf den Bildern nur der Name Mottis, nicht aber jener der Agentur zu sehen sei. Die Fotos waren bereits in einer Pariser Kunstgalerie ausgestellt und anschließend vom französischen Kulturministerium angekauft worden. AFP hat rechtliche Schritte gegen Motti und gegen die Kunstgalerie angekündigt. (APA)

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