Peking: Tauziehen um Flüchtlinge aus Nordkorea beendet

5. September 2002, 09:55
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Beide Seiten erzielen "vernünftige Lösung" - Keine Details bekannt

Peking - Nach dreitägigem Tauziehen haben China und Deutschland eine Einigung über das Schicksal der 15 nordkoreanischen Flüchtlinge in der deutschen Botschaftsschule in Peking erzielt. Beide Seiten seien sich einig über eine "vernünftige Lösung", teilte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Donnerstag in Peking mit.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums wollte vor Journalisten keine Einzelheiten nennen, sagte aber, die Vereinbarung werde derzeit umgesetzt. Die 15 Nordkoreaner waren am Dienstag über eine zwei Meter hohe Mauer auf das Gelände der deutschen Botschaftsschule geklettert. In der Regel lässt Peking Nordkoreaner, die sich in eine Botschaft flüchten, über ein Drittland nach Südkorea fliegen.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung organisierte ein deutscher Arzt die Flucht der Nordkoreaner in die deutsche Botschaftsschule. Das Blatt zitierte den Mediziner Norbert Vollertsen in seiner Donnerstagsausgabe mit den Worten, er kämpfe bereits seit Jahren für die Rechte der Nordkoreaner. Er habe in der Schule "alles fotografiert, auch die nur zwei Meter hohe Hinterhofmauer, über die die Flucht gelang". (APA/dpa)

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