Sharon sieht erstmals Möglichkeit für politisches Abkommen

4. September 2002, 20:04
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Israels Regierungschef bescheinigt Palästinensern Fortschritte

Jerusalem - Nach einmonatiger relativer Ruhe im Nahen Osten sieht der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon die Chance auf eine politische Lösung des Nahost-Konflikts. Er sehe "erstmals die Möglichkeit", zu einem politischen Abkommen mit den Palästinensern zu gelangen, sagte Sharon am Mittwoch im öffentlichen israelischen Fernsehen. Dies werde nicht einfach sein, "aber diese Möglichkeit besteht". Israel könne nunmehr mit Palästinensern verhandeln, die zu dem Schluss gelangt seien, "dass sie mit Terrorismus nichts erreichen". Sharon äußerte sich genau einen Monat nach dem letzten palästinensischen Selbstmordanschlag in Israel. Die letzten Anschläge hatten zu einer fast vollständigen Besetzung der Palästinensergebiete geführt.

Sharon betonte im israelischen Armeerundfunk anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes am Freitag, einige Palästinenser hätten verstanden, dass es unmöglich sei, "Israel mit Gewalt zu besiegen". Sharon hatte eine Aufnahme von Friedensgesprächen bisher von einem Ende der Gewalt durch palästinensische Extremisten und einer grundlegenden Reform der Autonomiebehörde abhängig gemacht. Verhandlungen mit Palästinenserpräsident Yasser Arafat hatte er stets ausgeschlossen. (APA)

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