David Zwilling baut ein neues Hotel

4. September 2002, 18:54
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Sanierung der Flüsse wird geprüft

Eisenstadt/St. Pölten/Salzburg - Eines der prominentesten Opfer des Hochwassers gibt entgegen früherer Aussagen nicht auf: "Das Zwilling-Ressort wird wieder aufgebaut", sagte Exskiweltmeister David Zwilling am Mittwoch. Das Hotel des prominenten Abtenauers war vom Hochwasser der Lammer überflutet worden. Das Erdgeschoß des Seminarhotels stand über einen Meter unter Wasser. Dazu kamen Schlamm und Öl. Zwilling schätzt den Schaden auf 1,5 Millionen Euro.

Wie er lassen sich viele Kleinunternehmer, trotz der Verzweiflung, nicht unterkriegen. Durchschnittlich 180.000 Euro Schaden pro Betrieb hat man bei der Wirtschaftskammer Niederösterreich errechnet, sei zu beklagen. Aber von 800 gemeldeten Schadensfällen seien bereits 500 erledigt worden.

Nach den Fluten wird nun allerorts überlegt, wie man Vorsorge gegen künftige treffen könnte. So sind derzeit in den nieder- und oberösterreischischen Hochwassergebieten Experten unterwegs, um zu beraten, wie Dämme besser gesichert oder Flussläufe saniert werden könnten, um die so wichtigen Rückflussräume für Überschwemmungen zu schaffen. Bei der Wasserbauabteilung des Landes Niederösterreich wird mit Ergebnissen eines Gesamtkonzepts für den Verlauf der Triesting in einem halben Jahr gerechnet. Heftig debattiert wird jetzt auch wieder über den geplanten Donaudamm im Machland. Der Damm wird von einigen Gemeinden abgelehnt, weil sie dann auf ihrem Gebiet Überschwemmungen fürchten, von denen sie bisher verschont blieben.

Wie viel Geld österreichweit in die Flusssanierung investiert werden muss, um die strengen Korsettverbauungen aus den 70er-Jahren wieder rückgängig zu machen, ist derzeit völlig unklar. (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 5.9.2002)

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