Die Kunst der Subversion: Sabotage - Wiener Freiheit: Anville der Dritte - "Rude Awakenings" oder "Die Quote"

4. September 2002, 23:30
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Wenn im Flex Clubuntypisches passiert, dann trägt meistens ein bestimmtes Künstlerkollektiv die Verantwortung dafür: Sabotage Communications. Weil dieses sein zehnjähriges Bestehen feiert, kehrt es an den Ort zurück, an dem es 1999 sämtliche Sabotage-Records-Vinyl-Bestände eingeschmolzen und in die Tanzfläche asphaltiert hat. Auch das ist Kunst.

Am Samstag präsentiert das Sabotage-Mastermind Robert Jelinek zwei neue Bücher über die bisherigen Tätigkeiten der Künstlergruppe.

Die musikalischen Darbietungen besorgen der Pariser Avantgarde-Elektroniker Norscq und Philipp Quehenberger, der ja zurzeit mit seinem Synthesizer überall dort lärmt, wo man ihn lässt. Den tanzbaren Teil der Veranstaltung besorgen anschließend ausgewählte Discjockeys. Urbs, Cutex und Men At Arms werden HipHop verlegen, und das Publikum sollte sich auf eventuelle Hinterfotzigkeiten der Sabotage-Leute gefasst machen. Der Name ist Programm. (lux/DER STANDARD, Printausgabe, 5.9.2002)
7. 9., 23 Uhr
Flex
Augartenbrücke/Donaukanal

Wiener Freiheit: Anville der Dritte

Zum dritten Mal wird zum Anville-Club in die Wiener Freiheit geladen. Eine willkommene Gelegenheit, dem üblichen Wiener Lokal Kontext zu entfliehen und gewohnte Musik in neuem Ambiente zu konsumieren.

Die Wiener Freiheit - ein Discokeller in der Schönbrunnerstraße - ist im Normalfall ein Hot Spot der Schwulenszene, aber einmal im Monat ist Hetero-Rambazamba angesagt. Und dabei hat man sich bisher allerlei DJ-Prominenz wie Patrick Pulsinger eingeladen - heute Abend ist eher der Nachwuchs an den Plattentellern: Die namentlich dann doch wieder eher schwul anmutenden Geschwister Freudenschuss, Sissyboy und Karin Cerny werden das wohl zahlreich erscheinende Publikum mit Beats sämtlicher Sparten beschallen. Zu späterer Stunde ist ein Liveauftritt der HipHop-Dame Electrobadora Medusa angesetzt.

Der Eintritt ist frei, und kaum woanders bekommt man das Getränk mit so viel Freundlichkeit gereicht. (lux/DER STANDARD, Printausgabe, 5.9.2002)


5. 9., 22 Uhr
Wiener Freiheit
1050 Wien
Schönbrunner Straße 25

"Rude Awakenings" oder "Die Quote"

Nathalie Brunner hat "üüüberhaupt keine Ahnung", was der Titel "Die Quote" zu bedeuten hat, da müsste man "Sushi" fragen. Äh, wie? Was?

Okay, wenn man jemanden aufweckt, kann es passieren, dass man statt Information nur von Gähnen unterbrochene Null-Infos bekommt. Jedenfalls legt die FM4-Dame (Hüstel . . .) unter dem Motto Die Quote am Freitag im Pulse auf. Wie, was und warum, sollte man am besten vor Ort klären.

Wenn sie bloß nicht verschläft, die Gute. (flu/DER STANDARD, Printausgabe, 5.9.2002)
6. 9., 21 Uhr
Pulse
1070 Wien
Schottenfeldgasse 3

  • Artikelbild
    foto: flyer sabotage-jubiläum (detail)
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