WorldCom: Ex-Finanzchef "nicht schuldig"

4. September 2002, 18:13
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Klage wegen Bilanzbetrug vor New Yorker Gericht

New York - Scott Sullivan, der ehemalige Finanzchef des in einem Konkursverfahren befindlichen US-Telekomunternehmens WorldCom, hat sich am Mittwoch vor einem New Yorker Gericht als nicht schuldig bezeichnet, berichtete die US- Wirtschaftsagentur Bloomberg.

Sullivan wird in der Klage vorgeworfen, einen Milliarden-Bilanzbetrugsskandal bei dem schwer angeschlagenen Telekomkonzern inszeniert zu haben. Sullivan (40) hatte seinen ersten Gerichtsauftritt, seit ihn eine Klagekammer in der vergangenen Woche bezichtigt hatte, Verluste bei WorldCom verschleiert zu haben. Der mitangeklagte ehemalige Buchhaltungs-Direktor Buford Yates Jr. hat sich ebenfalls als nicht schuldig bezeichnet.

7,2 Milliarden Dollar Falschbuchungen

WorldCom hatte zugegeben, seit 1999 insgesamt 7,2 Mrd. Dollar (7,24 Mrd. Euro) an Falschbuchungen vorgenommen zu haben, was schwere und nachhaltige Turbulenzen an den Aktienbörsen ausgelöst hatte. Die WorldCom-Gewinne sollen erhöht worden sein, indem Kosten verschleiert wurden.

Sullivan war am 1. August gemeinsam mit David Myers, dem ehemaligen Leiter der Buchführungssparte, festgenommen worden. Myers verhandelt mit der Staatsanwaltschaft. Er erwartet für seine Kooperation ein niedrigeres Strafausmaß.

Zwei andere WorldCom-Beschäftigte, Betty Vinson und Troy Normand, befinden sich ebenfalls in Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft. Myers, Vinson und Normand sind als nicht angeklagte Mitverschwörer aufgeführt worden. (APA/dpa)

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