Königin Elizabeth II. soll preisgünstiger reisen

5. September 2002, 13:54
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Britisches Parlament hält Königszug für zu teuer

London - Die britische Königin Elizabeth II. muss womöglich schon bald auf ihren eigenen Zug verzichten: Das luxuriöse Fortbewegungsmittel, dessen Tradition ins 19. Jahrhundert zurückreicht, ist zu teuer und wird zu wenig genutzt. Zu diesem Schluss kommt ein am Mittwoch vorgelegter Parlamentsbericht. Eine Reise mit dem Königszug kostet den Steuerzahler demnach durchschnittlich rund 35.000 Pfund (55.083 Euro) - etwa 32,50 Pfund (51,1 Euro) pro Kilometer.

Der Buckingham-Palast erklärte, während der Reisen der Queen anlässlich ihres Goldenen Thronjubiläums sei der Zug von großem Nutzen gewesen. Man werde jedoch seinen Betrieb am Jahresende überprüfen. Elizabeth und ihr Mann, Prinz Philip, legten im Rahmen der dreimonatigen Jubiläumstour durch Großbritannien rund 5.600 Kilometer zurück.

Alternative gesucht

Insgesamt umfasst der Zug neun Waggons - die jüngsten davon wurden 1977 gebaut. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Kosten für die königlichen Bahnreisen dem Rechenschaftsbericht zufolge auf 596.000 Pfund (937.992 Euro). Angebote des Palastes, den so genannten Royal Train zu vermieten, fanden nur wenig Anklang: Potenzielle Interessenten vermissten Konferenz- und Speiseräume.

Zwar müsse man der Queen angesichts ihres Alters - Elizabeth ist 75 - einen gewissen Komfort zugestehen, befand der Parlamentsausschuss. Allerdings sei aus wirtschaftlichen Gründen die Suche nach einer Alternative zum königlichen Zug sinnvoll. So könne etwa ein einzelner Waggon gemietet werden, der dann an einen normalen Zug angehängt wird. (APA/AP)

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    Königin Elizabeths Fortbewegungsmittel kommt den britischen Steuerzahlern zu teuer, befindet ein Parlamentsbericht.

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