Neue Sammelklage wegen Wettbewerbsbehinderung

4. September 2002, 17:19
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Florida schließt sich als 8. Bundesstaat der Sammelklage an

Als achter US-Bundesstaat hat Florida eine Sammelklage wegen Wettbewerbsverzerrung gegen das Softwareunternehmen Microsoft zugelassen. Wenn das Unternehmen verurteilt wird, stehen allen Florida-Einwohnern, die nach dem 15. November 1995 Microsoft- Software gekauft haben, Schadensersatz zu, berichtete die Zeitung "Miami Herald" am Mittwoch. Die Höhe der Klagesumme wird erst im Laufe des Verfahrens festgelegt.

Höhere Softwarepreise

Nach Auffassung von Anwalt Robert Parks mussten Verbraucher wegen der Wettbewerbsbehinderung von Microsoft höhere Preise für Software bezahlen und konnten keine Produkte anderer Anbieter verwenden. Richter Bernard Shapiro in Miami-Dade verwarf Einwände von Microsoft, dass es unmöglich sei, den Schaden durch angeblich zu hohe Preise zu quantifizieren.

Microsoft optimistisch

Ähnliche Klagen laufen nach Angaben von Parks bereits in Kalifornien, Arizona, North Dakota, South Dakota, Kansas, Wisconsin und Minnesota. Microsoft äußerte sich optimistisch, dass das Unternehmen den Prozess in Florida gewinnen wird.

Ein Bundesgericht hatte Microsoft wegen Wettbewerbsbehinderung schuldig gesprochen. Über die Strafen und Auflagen, die aus diesem Schuldspruch resultieren, entscheidet eine Richterin in Washington. Microsoft hatte sich mit dem Hauptkläger, dem US-Justizministerium, außergerichtlich geeinigt, doch gingen dabei ausgehandelten Auflagen neun Bundesstaaten nicht weit genug. Dir Richterin muss prüfen, ob die Vereinbarung fair ist.(APA/dpa)

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