Rom will RAI veräußern

4. September 2002, 16:09
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Mitte-Rechts-Regierung will mit Privatisierung einer Tranche beginnen

Die italienische Regierung will die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt RAI nach dem Modell privatisieren, nach dem in den vergangenen Jahren Tranchen der Stromgesellschaft Enel und der Erdölgesellschaft Eni veräußert wurden. In einem Interview mit der Genueser Tageszeitung "Secolo XIX" erklärte der für die RAI zuständige italienische Telekommunikationsminister Maurizio Gasparri, dass die Mitte-Rechts-Regierung die drei RAI-Kanäle in Gesellschaften umwandeln wolle, ehe die Privatisierung in die Wege geleitet werde.

Teilprivatisierung

"Für die RAI ist eine Teilprivatisierung vorgesehen. Wir werden uns an der Veräußerung von Enel und Eni ein Beispiel nehmen. Auf den Markt werden wir Tranchen der RAI bringen, die schrittweise erhöht werden können", sagte Gasparri, Mitglied der rechten Nationalallianz (AN, zweitstärkste Regierungspartei).

Kriterien für Präsidentwahl der TV-Anstalt sollen geändert werden

Wann die Privatisierung der RAI beginnen sollte, klärte der Minister nicht. In den vergangenen Monaten hatte er wiederholt betont, die Regierung müsse gute Bedingungen für die Veräußerung der TV-Anstalt abwarten. (APA)

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