Kritik an Einsparungen bei Polizeiausbildung

4. September 2002, 15:29
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Die Kürzungen bei der Schießausbildung von Polizisten sei Besorgnis erregend...

Wien - Nach dem Polizeieinsatz am Wochenende in der Wiener Innenstadt, bei dem der Türke Binali I. (28) nach zwei versuchten Raubüberfällen und Attacken gegen Sicherheitswachebeamte erschossen worden war, übten am Mittwoch die Grünen Kritik.

Der Vorfall gebe "einmal mehr Anlass zur Sorge über die Aus- und Fortbildung" bei der Exekutive, meinte die nicht amtsführende Stadträtin Maria Vassilakou.

Vier Mal Training im Jahr

Die Sparpläne hätten Besorgnis erregende Kürzungen bei der Schießausbildung von Polizisten zur Folge, sagte Vassilakou in einer Aussendung. Die Gesetzeshüter müssten derzeit lediglich vier Mal im Jahr zum Schießtraining, besonders das Üben mit beweglichen Zielen komme dabei zu kurz. Vassilakou: "Der jüngste Vorfall verdeutlicht einmal mehr, dass dies bei weitem nicht ausreicht." Die Angehörigen von Binali I. würden sich zurecht fragen, warum die Polizei "einen lediglich mit einer Flasche 'bewaffneten' Mann nicht überwältigen konnte, und warum die Beamten tödlich ins Herz, und nicht etwa in die Beine schossen". (APA)

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