Indonesien: Regierung stellt Separatisten Ultimatum

4. September 2002, 12:21
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Konflikt um moslemischen Staat forderte bereits 10.000 Opfer

Fast 1000 Zivilisten heuer in indonesischer Provinz Aceh getötet

Jakarta - Dem anhaltenden Konflikt in der indonesischen Unruheprovinz Aceh sind nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe in diesem Jahr bisher mindestens 974 Zivilisten zum Opfer gefallen. Allein im August seien bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der separatistischen Bewegung Freies Aceh (GAM) 129 Zivilisten getötet worden, meldete die indonesische Nachrichtenagentur Antara am Mittwoch unter Berufung auf die "Stiftung für Rechtshilfe".

In den ersten acht Monaten des Jahres seien zudem fast 1.500 Zivilisten gefoltert und 820 Opfer von willkürlichen Verhaftungen geworden. Die indonesische Regierung hatte der Separatisten-Organisation im vorigen Monat ein zwölfwöchiges Ultimatum eingeräumt, um Friedensgespräche in dem ehemaligen Sultanat zu beginnen. Die GAM kämpft seit 1976 in der öl- und gasreichen Provinz für einen unabhängigen moslemischen Staat. Dem Konflikt sind weit über 10.000 Menschen zum Opfer gefallen, zumeist Zivilisten. (APA/dpa)

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