Delegierte wollen weiter Sonderparteitag

4. September 2002, 12:20
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Zahl der Unterschriften nach Riess-Passers Rücktritts-Drohung laut Stadler sogar noch gestiegen - Einziger Rückzieher bis jetzt stammt von Prinzhorn

St. Pölten - Die Zahl der Delegierten, die für einen Sonderparteitag der Freiheitlichen zum Thema "Steuerreform vor Abfangjäger" eintreten, ist bis Mittwochvormittag auf 385 gestiegen. Es gebe sechs weitere Unterschriften bei einem "Rückzieher", bestätige der stellvertretende niederösterreichische FP-Landesobmann Volksanwalt Ewald Stadler. Eine Auswertung habe er noch nicht vorgenommen.

Er werde bis Anfang kommender Woche einen ergänzenden Vorlagebericht fertig stellen, sagte Stadler. Unter den 385 Delegierten, die unterschrieben haben, seien "sehr viele Abgeordnete" - "sämtliche Kärntner, einige Wiener, aus Niederösterreich und auch aus Salzburg".

Prinzhorn wollte mit Rückzieher ein "Signal" setzen

Als vorerst erster hat der Zweite Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn noch während der Vorstandssitzung seine Unterschrift zurückgezogen. Er habe damit ein Signal setzen wollen, dass es in dieser Situation wichtig sei, aufeinander zuzugehen. Andere wiederum, wie der NÖ-Landespartesekretär Franz Marchat oder der Wiener Bundesrat John Gudenus, denken nicht daran, ihre Unterschriften zurückzunehmen. Jedenfalls beginnen jetzt die Beratungen in den Landesparteien über die weitere Vorgangsweise. In Oberösterreich wird es etwa eine Delegiertenversammlung geben, in Salzburg und in der Steiermark tagen die Landesparteivorstände, Wien stellt den Delegierten die Entscheidung frei.

(APA)

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