Leitl: Bildungsscheck für Lehrlingsausbildung

4. September 2002, 11:33
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Betriebe sollten die Ausbildung ihrer Lehrlinge rückvergütet bekommen - "Signal der Solidarität"

Wien - Angesichts der aktuellen Lücke von 5.000 Ausbildungsstellen hat der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, von der Regierung zusätzliche Anreize für den Lehrstellenmarkt gefordert. Mit einem Bildungsscheck sollte den Betrieben die Ausbildung ihrer Lehrlinge rückvergütet werden, sagte Leitl heute, Mittwoch, im ORF-Morgenjournal. Das sei zwar "kein Wundermittel, aber ein Signal der Solidarität".

Damit könnten mehr junge Menschen ausgebildet werden und es würden damit die Voraussetzungen für eine bessere Wirtschaftsentwicklung in Österreich geschaffen, betonte Leitl.

Forderung nicht unrealistisch

Trotz des Sparkurses und der Verschiebung der Steuerreform sei diese Forderung nicht unrealistisch. Der Sparkurs werde weiter unterstützt, ebenso notwendig seien auch die außergewöhnlichen Belastungen durch die Hochwasserkatastrophe. Der Bildungsscheck könnte auch auf die Lohnnebenkostensenkung angerechnet werden, schlug Leitl vor. Letztlich würde er so von den Betrieben zwar selbst bezahlt werden, die wiederum würden damit aber auch in die eigene Zukunft und die der jungen Menschen investieren.

Leitl hatte sich zuletzt für eine Lohnnebenkostensenkung trotz Verschiebung der Steuerreform ausgesprochen. Seinen Bildungsscheck würde er gerne im nächsten Jahr sehen, so Leitl.(APA)

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