Post-Gewerkschaftsboss Podany in vorzeitigem Ruhestand

4. September 2002, 09:51
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Einen Monat nach Auffliegen von Frühpensionsaffäre

Wien - Etwas mehr als einen Monat nach Platzen der Affäre um mutmaßlich illegale Frühpensionierungen aus Gesundheitsgründen bei Post, Telekom Austria und ÖBB hat sich laut "Presse" (Mittwochausgabe) auch ein prominenter Post-Personalvertreter in die krankheitsbedingte Frühpension verabschiedet: Herbert Podany, Jahrgang 1946, stellvertretender Vorsitzender der Postgewerkschaft.

Der 53-Jährige ist, so der Bericht, wegen des im Herbst 2001 geplatzten Skandals um deutliche Einkommenserhöhungen für die Post-Personalvertreter bekannt. Diesen Einkommenssprung hatten die drei obersten Post-Personalvertreter mit Post-Generaldirektor Anton Wais vereinbart. Personalvertretungs-Vorsitzender Hans-Georg Dörfler trat daraufhin zurück, seine Stellvertreter, Podany (SP) und Manfred Wiedner (VP), blieben.

Krankheitsbedingt pensionieren

Im heurigen Juli ließ sich Podany krankheitsbedingt pensionieren. Dies bestätigte der "Presse" der Pressesprecher der Post-Personalvertretung, Martin Palensky. Podany selbst war nicht erreichbar.

Wie berichtet, ermittelt der Staatsanwalt wegen rund 4.000 verdächtiger Fälle bei Post, Telekom und ÖBB, bei denen beamtete Mitarbeiter mit Hilfe ärztlicher Gutachten in Frühpension geschickt wurden, zum Teil mit 40 Jahren und jünger. Diese Praxis geht auf Kosten der Steuerzahler, da die Frühpensionen der beamteten Mitarbeiter aus dem Budget des Bundes bezahlt werden müssen.(APA)

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