US-Verteidigungsminister hält an harter Linie fest

3. September 2002, 21:46
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Rumsfeld zweifelt weiterhin an Kooperationsbereitschaft des Iraks

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld nimmt die bedingte Kooperationsbereitschaft des Irak mit der UNO nicht ernst. Präsident Saddam Hussein und der stellvertretende irakische Ministerpräsident Tarik Aziz hätten es seit langem verstanden, mit der Weltöffentlichkeit "wie auf einer Gitarre zu spielen", sagte Rumsfeld in Washington. Aziz hatte UNO-Generalsekretär Kofi Annan eine Rückkehr der UNO-Waffeninspektoren angeboten. Allerdings knüpft er daran die Bedingung, dass zuvor die UNO-Sanktionen gegen den Irak aufgehoben werden müssten.

Rumsfeld meinte, die USA unterstützten die Rückkehr der UNO-Waffenkontrollore. Er äußerte jedoch Zweifel, dass damit das Ziel der USA, einen Regimewechsel im Irak herbeizuführen, geändert werde. Dafür müssten die Kontrollen so weitgehend sein, dass eine Zustimmung des Irak unwahrscheinlich sie.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, erklärte wenig später, Ziel der US-Regierung bleibe ein Regimewechsel im Irak. Zwar meine auch Präsident George W. Bush, dass die UNO-Waffeninspektoren in den Irak zurückkehren müssten. Dennoch gelte weiter: "Die US-Politik zielt auf einen Regimewechsel ab - mit oder ohne Inspektoren", sagte Fleischer. (APA/dpa)

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