Reichhold: Sitzung war "spannend bis zum Schluss"

4. September 2002, 11:49
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Kommende Tage werden zeigen, ob genügend Unterschriften für Parteitag zurückgezogen werden

Wien - Der Ausgang der derzeitigen Parteikrise in der FPÖ ist nach Ansicht von Verkehrsminister Mathias Reichhold (F) noch völlig offen. Reichhold wollte am Mittwoch nicht voraussagen, ob genügend Delegierte ihre Stimmen zurückziehen und so einen Sonderparteitag noch einmal verhindern werden. "Das kann ich nicht sagen, es wird sich erst in den nächsten Tagen klären", sagte Reichhold am Rande einer Konferenz in der Wirtschaftskammer Österreich vor Journalisten.

Sollte es zu einem Sonderparteitag kommen, rechnet Reichhold offenbar mit dem Rücktritt der gesamten FP-Regierungsriege: "Wenn die Delegierten mit dem Regierungsteam unzufrieden sind, gibt es nur eine Konsequenz", betonte der Minister, der dabei gleichzeitig die "Geschlossenheit" der FP-Regierungsmannschaft betonte.

Die Parteivorstandssitzung heute Nacht war laut Reichhold "spannend bis zum Schluss". Die Teilnehmer hätten dabei Stellungnahmen über die Partei und deren Arbeit der letzten Jahre abgegeben. Die Stimmung sei dabei sehr ruhig und gut gewesen. Es sei sehr positiv, dass es zu dieser Aussprache gekommen ist, meint Reichhold.

Grundsätzlich ortete der Minister unter den Teilnehmern eine "große Betroffenheit", "weil jeder die Partei an sich und auch die Geschlossenheit innerhalb der Partei haben will". Die inhaltliche Diskussion sei sehr positiv gewesen und "es konnte jeder seine Meinung sagen", so Reichhold. (APA)

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