Japan wirft Korea vor, Staatsbürger zu Spionageausbildung verschleppt zu haben

3. September 2002, 18:27
posten

Agenten sollten japanische Verhaltensweisen erlernen

Johannesburg - Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat Nordkorea beim UNO-Weltgipfel in Johannesburg zur Aufklärung mehrerer Entführungsfälle aufgefordert. Wenn Nordkorea wirklich einen politischen Dialog mit Japan wünsche, sei dies unabdingbar, sagte er am Dienstag vor den versammelten Staats- und Regierungschefs.

Nordkorea steht im Verdacht, zwischen 1970 und 1980 elf Japaner entführt zu haben, um seine Spione auszubilden. Sie hätten japanische Verhaltensweisen erlernen sollen, um als vermeintliche Japaner in Südkorea spionieren zu können.

Koizumi will mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il am 17. September in Pjöngjang zusammentreffen. Es ist die erste derartige Begegnung in der Geschichte beider Länder. Das historische Treffen soll einen Durchbruch für eine Wiederaufnahme der seit Oktober 2000 ausgesetzten Verhandlungen zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen bringen. (APA/dpa)

Share if you care.