Wasserstoff-Gewinnung per Photovoltaik

7. September 2002, 17:37
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Fraunhofers "Elektrolyseur" produziert bei einer maximalen Leistung von zwei Kilowatt 450 Liter Wasserstoff pro Stunde

Freiburg - Forscher des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben zur Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen eine Elektrolyse-Einheit (Elektrolyseur) gebaut. Der Elektrolyseur wird zurzeit im Gesamtsystem mit Photovoltaikmodulen, Batterie, Wasserstoffspeicher und Brennstoffzellen im Labor des norwegischen Instituts für Energietechnik IFE (Institutt for Energietekknik) getestet.

Der Elektrolyseur produziert bei einer maximalen Leistung von zwei Kilowatt 450 Liter Wasserstoff pro Stunde. Die Einheit arbeitet nach dem Prinzip der PEM (Polymer-Elektrolyt-Membran)-Elektrolyse und liefert Wasserstoff bei einem Druck von 15 bar. Die Beschichtung der Protonen leitenden Membran wurde im Labor des Fraunhofer ISE vorgenommen. Eine zusätzlich aufgebrachte Diffusionssperre erhöht die Reinheit des erzeugten Wasserstoffs. Die das Gesamtsystem ergänzende Brennstoffzelle liefert eine elektrische Leistung von 500 Watt. Die Anlage ist automatisiert und auf Knopfdruck bedienbar. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Fraunhofer ISE im Rahmen eines EU-Projekts eine kleinere Elektrolyse-Anlage entwickelt. Diese ist in der Lage, als Teil eines Energieversorgungssystems einen Telekommunikationssender autark und wartungsfrei zu versorgen und wird momentan in Spanien im Feld getestet.

Ein Elektrolyseur dient dazu, Wasser zu zerlegen, da Wasserstoff in der Natur nicht in reiner Form vorkommt und so aus anderen Stoffen gewonnen werden muss. Aus Wasserstoff ist es möglich, durch die Reaktion mit Luftsauerstoff große Energiemengen zu gewinnen. Stammt der Strom für die Elektrolyse aus regenerativen Quellen wie Photovoltaik, ist das Ziel einer nachhaltigen und dezentralen Energiewirtschaft erreicht. Ist aber eine vom Netz unabhängige Stromversorgung erforderlich, werden meist Diesel-Generatoren eingesetzt. Diese tragen jedoch zu einem erhöhten CO2-Ausstoß bei und sind darüberhinaus wartungsintensiv. Die Kombination von Photovoltaikanlagen mit Wasserstofftechnologie bieten laut Entwicklern eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung fernab vom Netz. (pte)

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