El Nino verzieht sich erst wieder im nächsten Frühjahr

3. September 2002, 16:47
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Zusammenhang mit aktuellen Überschwemmungen wahrscheinlich - doch nur mit den asiatischen

Wien - Das gegenwärtige El Nino-Phänomen, unter dem derzeit Ostasien zu leiden hat, wird noch bis zum Frühjahr 2003 andauern. Diese Einschätzung gab die World Meteorological Organization (WMO) in einer Aussendung bekannt. Sie schließt darin einen direkten Zusammenhang mit den verheerenden Überschwemmungen in China nicht aus.

Es sei laut WMO wahrscheinlich, dass die ungewöhnlichen Klimaphänomene, die derzeit in Asien zu beobachten sind, auch auf den El Nino-Effekt zurückgehen. Die Überschwemmungen in China, Indien und Bangladesh seien hiermit unmittelbar verbunden, wohingegen die Hochwasser in Europa nur schwer auf El Nino zurückzuführen seien.

Zusammenhänge

Ebenfalls nicht ausschließen wollen die Meteorologen einen wenn auch bescheidenen Einfluss auf die Dürre, unter der momentan Süd- und Zentralafrika leiden. Dennoch erwarte man vom derzeitigen Wetterphänomen nicht die Stärke, die der El Nino von 1997/1998 aufwies.

Das so genannte El Nino-Phänomen entsteht dadurch, dass alljährlich um Weihnachten (spanisch: El Nino) der Humboldtstrom durch nachlassende Passatwinde an Kraft verliert und dadurch warmes Meereswasser aus dem offenen Pazifik bis an die Küste Südamerikas schwappt. In Australien und Asien fehlt der Nachschub von feuchter Pazifik-Luft, es kommt zu Dürrekatastrophen. Im Gegenzug wird die amerikanische Küste durch die Klimaanomalie von Stürmen und heftigen Niederschlägen heimgesucht. (APA)

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    Vertraute Szene aus China

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