Ein Film als "Geschichtsfälscher"?

3. September 2002, 16:22
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Costa-Gavras "Amen" beleuchtet Papst Pius XII. Haltung zum Holocaust - Niederländischer Bischof wirft ihm "unwahrhaftige und ungerechte" Haltung vor

Den Haag - Der niederländische Bischof Martinus Muskens von Breda hat den Film "Amen" des Regisseurs Constantin Costa-Gavras als "unwahrhaftig und ungerecht" kritisiert. Das umstrittene Werk über die Haltung Pius XII. zum Holocaust fälsche die Geschichte, sagte Muskens laut niederländischen Zeitungsberichten, berichtet Kathpress. Muskens und Costa-Gavras wollen am 11. September auf dem Filmfestival in Vlissingen über die Rolle der Kirche im Zweiten Weltkrieg diskutieren.

Streit in Frankreich

Der zuerst bei der "Berlinale" gezeigte Film basiert auf dem Stück "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth. In Frankreich hatte es heftigen Streit um das Werbeplakat für "Amen" gegeben, welches das christliche Kreuzzeichen mit dem nationalsozialistischen Hakenkreuz vermischt. (APA)

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    foto: berlinale 2002
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