Neue Tierschutz-Plattform zur Rettung von Orang Utans

3. September 2002, 17:22
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Auf Indonesien gibt es noch 14.000 in freier Wildbahn lebende Orang Utans. Pro Jahr werden rund 1.000 Jungtiere eingefangen...

Wien - Die Erhaltung von Orang Utans in ihrem ursprünglichen Lebensraum auf Borneo (Indonesien) - das ist das Ziel der "BOS-Foundation" (Balikpapan Orangutan Survival), einer internationalen Non-Profit-Organisation. Nach diesem Vorbild wird jetzt "BOS-Austria: Freunde zur Rettung der Orang Utans" gegründet, erklärte der Obmann Jürgen Arno Auer am Dienstag gegenüber der APA. Dem Vorstand gehören unter anderem Helmut Pechlaner, Direktor des Tiergartens Schönbrunn, sowie Sonja Klima an.

14.000 in freier Wildbahn lebende Orang Utans

"Auf Indonesien gibt es 14.000 in freier Wildbahn lebende Orang Utans. Pro Jahr werden rund 1.000 Jungtiere eingefangen und um bis zu 30.000 US-Dollar (30.547 Euro) an Privatpersonen als Haustiere verkauft. Die Muttertiere werden getötet. Es sollte uns ein Anliegen sein, den nächsten Verwandten des Menschen zu retten bzw. zu schützen", so Auer. Nun sei es höchste Zeit für wirkungsvolle Aktionen, denn die asiatischen Primaten seien akut vom Aussterben bedroht. In der BOS-Tierstation Wanariset auf Borneo werden junge Orang Utans, die illegal von ihren Besitzern gehalten wurden, wieder zur Aussiedlung in die Wildbahn vorbereitet.

BOS wurde 1991 von Dr. Willie Smits, einem holländischen Tropenökologen, in Indonesien gegründet. Schwesternvereine gibt es in den Niederlanden, USA, Australien und Deutschland, die BOS und die Tierstation Wanariset auf Borneo finanziell und mit Medikamenten unterstützen. (APA)

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