Erste Bank senkt RHI-Gewinnprognosen

3. September 2002, 15:09
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Anlagevotum "Neutral" beibehalten - Halbjahreszahlen "in line"

Wien - Die Analysten der Erste Bank zeigen sich zufrieden mit den Halbjahresergebnissen des österreichischen Feuerfestkonzerns RHI, nehmen allerdings eine geringfügige Anpassung ihrer Gewinnschätzungen für die Jahre 2002 und 2003 vor. In ihrer aktuellen Analyse des Unternehmens senken sie die Gewinnerwartungen für 2002 von zuvor 1,82 auf 1,73 Euro je Aktie, für 2003 wird nunmehr von einem Gewinn von 2,82 nach zuvor 2,91 Euro je Anteilsschein ausgegangen.

Positive Signale

Positive Signale sehen die Experten durch den bereits erfolgten Verkauf der verlustbringenden Nordamerika-Division und die ebenfalls abgeschlossenen Kapital-Restrukturierungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen brachten dem Konzern, trotz eines signifikanten Umsatzrückganges von rund 30 Prozent, eine deutliche Verbesserung der Ertragssituation. Der Schuldenstand konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres unter 440 Mill. Euro gedrückt werden. Analystin Brigitte Kellerer-Wendelin erwartet für das Gesamtjahr eine weitere Schuldenreduktion, geht jedoch von einem weiterhin schwierigen Umfeld im Feuerfestbereich bis Mitte 2003 aus.

"Neutral"

Die Analysten des Institutes erachten das EBIT-Ziel der RHI- Unternehmensleitung für das Gesamtjahr von 71 Mill. Euro als realistisch, verweisen allerdings auf die Tatsache, dass der Track Rekord für einen generellen Turnaround zu kurz sei. Aus diesem Grund wird das Anlagevotum "Neutral" für die Aktien des Unternehmens vorerst beibehalten. (APA)

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