Aids-Konferenz der afrikanischen Staaten

4. September 2002, 17:58
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Tenor: Die Krankheit drohe Afrika zu "verwüsten"

UNDP ruft afrikanische Staaten zu Kampf gegen Aids auf Konferenz in Äthiopien soll Aktionsplan beschließen

Addis Abeba - Angesichts der immer schnelleren Verbreitung von Aids in Afrika hat das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) die afrikanischen Staaten zu gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Immunschwäche aufgerufen. Zu Beginn einer viertägigen Aids-Konferenz in Addis Abeba mahnte der äthiopische UNDP-Vertreter Samuel Nyambi am Dienstag zu einem neuen Umgang mit der Krankheit.

Aids drohe Afrika zu "verwüsten". Auf allen Ebenen müsse daher gegen die Immunschwäche vorgegangen werden. Seinen Angaben zufolge werden bis zum Jahr 2020 68 Millionen Menschen an Aids sterben, in den am meisten betroffenen Staaten werde sich die Wirtschaftsleistung um 12 Prozent verringern.

Repräsentanten aus 14 Staaten Ost- und Zentralafrikas beraten bis Freitag auf Einladung des UNDP über den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie über Möglichkeiten zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur. Das Treffen soll mit der Verabschiedung eines Aktionsplanes enden. Viele der beteiligten Staaten leiden unter den Auswirkungen von Bürgerkriegen und Grenzkonflikten. (APA)

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