Welternährungs- programm muss Lebensmittelhilfe in Nordkorea kürzen

3. September 2002, 16:07
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Mangelnde Beiträge der Geberländer

Genf - Wegen mangelnder Beiträge der Geberländer ist das Welternährungsprogramm (WFP) gezwungen, die Lebensmittelhilfe in Nordkorea zu kürzen. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass nicht alle bedürftigen Menschen unterstützt werden können.

Es fehlen 100.000 Tonnen Getreide, erklärte WFP-Sprecherin Christiane Berthiaume am Dienstag in Genf. Mehr als 23 Prozent des Appells in der Höhe von 216 Mill. Dollar (220 Mill. Euro) für 2002 wurden nicht finanziert. Das WFP musste die Verteilung von Lebensmitteln bereits im Mai für eine Million Menschen teilweise unterbrechen.

Im September ist die UNO-Organisation gezwungen, die Hilfe für einige Primarschulen und Kindergärten an der Westküste des Landes zu unterbrechen. Im Oktober werden die Programme für schwangere und stillende Frauen an der Westküste unterbrochen.

Die Verteilung von Lebensmitteln an der Ostküste werde fortgesetzt, sagte Berthiaume. Die Ostküste sei industrialisiert, viele Menschen seien arbeitslos und hätten daher nicht genug zu essen. Im ländlichen Westen verfüge die Bevölkerung eher über kleine Gärten. (APA/sda)

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