Tischgespräche in "Sex and the City"

16. September 2002, 13:47
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Carrie sorgt sich um die Kritiken zu ihrem Buch, Miranda bekommt ein Baby, Sam verliebt sich

In Amerika ist die fünfte Staffel von "Sex and the City" vergangenen Sonntag zu Ende gegangen, und scheinbar kommen die Mädels in die Jahre. Allerdings: Nur weil sich Familienglück einstellt, heißt das nicht, dass die Serie an Witz verloren hätte.

Zum Beispiel Mirandas neue Aspekte versprechende Mutterschaft: "Du bist immer noch eine von uns", versichert Carrie. "Nur jetzt bist du diejenige mit den größten Titten."

Der 11. September etwa ist omnipräsent, er wird nur nicht ausdrücklich erwähnt, was dem New Yorker Lebensgefühl entsprechen mag. "Wenn du deine patriotische Pflicht tun willst, dann geh jetzt mit einkaufen und schmeiß dein dringend benötigtes Geld nach Downtown."

Hierzulande ist noch alles beim Alten, wir halten bei Staffel drei (Beginn heute, Dienstag, um 21.15 Uhr auf Pro Sieben; und ab 17. September im ORF), zu einer Zeit, als die Twin-Towers von der Fähre nach Staten Island noch zu sehen waren und "kaum zu glauben ist, dass diese kleine Stadt groß genug für all unsere abgelegten Liebhaber" sein kann. Die Tischgespräche drehen sich um Schläuche von Feuerwehrmännern und die letzte Liebesnacht: "Reden wir über seinen Schwanz." Familie hin, Karriere her: Dass sich daran grundlegendes ändern wird, ist nicht zu befürchten.

(prie, DER STANDARD Print-Ausgabe vom 3.9. 2002)

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