RCB verbessert Erwartungen für AUA-Aktie

3. September 2002, 12:07
posten

Weiterhin "Neutral" - Aktie aber "mehr als fair bewertet"

Wien - Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Ergebniserwartung für die börsenotierte Austrian Airlines-Gruppe nach oben revidiert. Anstatt eines bisher angenommenen Verlusts von 1,4 soll auf eine AUA-Aktie nunmehr im laufenden Geschäftsjahr 2002 ein Verlust von 0,8 Euro entfallen, schätzen die RCB-Experten auf Basis der am 20. August präsentierten Halbjahresergebnisse. Die aktuelle Anlegerempfehlung der RCB lautet aber unverändert auf "neutral".

In den Folgejahren soll der Gewinn je Aktie deutlich zulegen: Für 2003 erwartet die RCB bereits einen Gewinn von 0,57 Euro, der 2004 auf 0,90 Euro wachsen sollte. Die Zahlung einer Dividende ist in der RCB-Rechnung bis 2004 nicht enthalten. Für 2002 revidiert die RCB ihre Schätzung für das Betriebsergebnis (EBIT) von 5,8 auf 25,5 Mill. Euro, das übertrifft auch die vom Unternehmen selbst erwarteten 24 Mill. Euro.

Kostensenkungsprogramm wird fortgesetzt

Die RCB verweist in ihrem aktuellen "Company Update" darauf, dass die guten Halbjahreszahlen der AUA-Gruppe auf positive Effekten aus der stichtagsbezogenen Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten zurückzuführen seien. Allein der vergleichsweise schwache US-Dollar zum Euro habe der Gruppe Erträge von 95,1 Mill. Euro gebracht. Zudem seien die Personalaufwendungen um knapp 5 Prozent gesenkt worden.

Für das Gesamtjahr 2002 geht die RCB von einer Fortsetzung des eingeleiteten Kostensenkungsprogramms aus. Der "Dollar-Effekt" aus dem ersten Halbjahr werde sich aber abschwächen und damit sonstige Erträge ebenso reduzieren wie den Abschreibungsaufwand.

Bei Betrachtung nach Multiples auf EV- und EBIT-Basis weise die AUA-Aktie "eine mehr als faire Bewertung" auf, meinen die RCB-Experten. Dienstagmittag lag die AUA-Aktie mit 6,50 Euro mehr als 4 Prozent unter ihrem Vortagesschluss bei 6,82 Euro. Den Buchwert je AUA-Aktie schätzt die BCB auf 14,76 Euro. (APA)

Share if you care.